Wohngesundheit

Wohngesundheit
(c) Rainer Sturm, pixelio.de

Für gesundes Wohnen müssen alle gesundheitsgefährdenden Einflüsse vermieden oder deutlich reduziert werden. Architektonische, bauphysikalische, technische Faktoren auf Seiten des Gebäudes stehen dabei mit physiologischen und psychologischen auf Seiten der Bewohner in gegenseitiger Abhängigkeit.

Beispielsweise schließt man an modernen oder sanierten und energetisch ertüchtigten Gebäuden immer mehr Schlupflöcher, durch die früher Wärme entwich. Insbesondere gilt das bei Fenstern für die kritischen Stellen bei Verschlüssen, Dichtungen und Bauteilanschlüssen. Der spontane Luftaustausch durch Ritzen und Fugen ist heute viel geringer als früher. Mit zunehmender Luftdichtigkeit erfordert daher die Qualität der Luft mehr Aufmerksamkeit. Das Thema Lüftung muss vor dem Hintergrund einer optimal abgedichteten Gebäudehülle neu durchdacht werden.

Baustoffe, Farben und Lacke, Bindemittel und Kleber beeinflussen das Raumklima und die Wohngesundheit. Der Feuchtigkeitseintrag durch die Bewohner selbst und die Möglichkeit vermehrter Schimmelbildung müssen berücksichtigt werden. Auch die Produkteigenschaften der Möbel und Teppiche, die Licht- und Temperaturverhältnisse, die Grundrissgestaltung und die Barrierefreiheit können erheblichen Einfluss auf die Wohlbefinden haben. Das Thema Wohngesundheit erfordert eine ganzheitliche Betrachtung der Wechselwirkungen zwischen dem Bauwerk und seinen Bewohnern.

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